
Im Stammes-Sommerlager 2026 verschlug es den gesamten Stamm für 18 Tage nach Belgien – genauer gesagt nach Medendorf. Der Wunsch nach einem Sommerlager im Ausland war bereits auf der Stammesversammlung 2025 beschlossen worden. Nun war es endlich so weit!
Das Lagermotto „Mittelalter – Wandern in Flandern“ hatten die Stufen im Vorfeld gemeinsam ausgewählt. Dass Medendorf ganz genau genommen gar nicht in Flandern liegt, störte dabei niemanden – schließlich passte das Motto einfach zu gut zu unserem Lager.
Die rund 80 Stammesmitglieder fanden ihr Zuhause in einem alten, liebevoll restaurierten Bauernhaus. Die zweite Etage, von uns kurzerhand „Die Wolflande“ getauft, wurde von den Wölflingen bezogen. Dort standen ihnen zwei große Schlafsäle und ein gemütlicher Gemeinschaftsraum zur Verfügung.
Für Juffis, Pfadis und Rover gab es auf dem Zeltplatz direkt hinter dem Haus genügend Platz, um ihre Zelte aufzuschlagen. Und wenn die sommerlichen Temperaturen einmal zu hoch wurden, bot unser rund 30.000 m² großes Waldstück die perfekte Abkühlung. Dort entstanden kleine, von den Stufen selbst gestaltete Hängematten-Parks.






Vortour
Bereits zwei Tage vor dem offiziellen Start des Sommerlagers machten sich die Lagerleitung, das Küchenteam sowie die Rover mit ihren Leitenden auf den Weg zum Lagerplatz. Schließlich gab es noch einiges vorzubereiten, bevor der restliche Stamm eintreffen konnte.
Nachdem unser Materialcontainer eingetroffen war, wurde das Material zunächst gesichtet und vorsortiert. Parallel dazu nahm das Küchenteam die Lagerküche in Betrieb und bereitete alles für die kommenden 18 Tage vor.
Auch um die Verpflegung wurde sich bereits gekümmert: In Kooperation mit örtlichen Bäckereien und Metzgereien konnten erste Absprachen für die Versorgung während des Lagers getroffen werden.

Im Sommerlager
Das Stammes-Sommerlager war geprägt von zahlreichen stufenübergreifenden Aktionen, gleichzeitig kam aber auch das eigene Stufenprogramm nicht zu kurz.
Nach den ersten beiden Tagen, in denen Zelte aufgebaut und die ersten Lagerbauten errichtet wurden, ging es für die Kleingruppen der einzelnen Stufen bereits auf den ersten Hike – eine mehrtägige Wanderung durch die Umgebung.
Damit die Kleingruppen gut vorbereitet starten konnten, planten sie ihre Routen selbstständig und kümmerten sich um die benötigte Ausrüstung und Verpflegung. Eine besondere Rolle spielten dabei die Spezis: In jeder Kleingruppe wurden die Grüpplinge im Vorfeld zu Spezialisten für verschiedene Bereiche ausgebildet. Dazu gehörten unter anderem der Erste-Hilfe-Spezi, Koch-Spezi, Material-Spezi, Karte-Knoten-Kompass-Spezi und Spiritualitäts-Spezi.
So konnte jede und jeder mit dem eigenen Wissen und den individuellen Fähigkeiten zum Gelingen des Hikes beitragen – und gemeinsam ging es hinaus, um die Umgebung rund um Medendorf zu entdecken.






Ein besonderes Highlight war definitiv die Sonnenfinsternis zu Beginn des Abends. Ausgestattet mit den passenden Schutzbrillen konnte der gesamte Stamm dieses beeindruckende Naturschauspiel gemeinsam beobachten.
Auch das Thema Vielfalt und Zusammenhalt bekam im Sommerlager einen eigenen Platz. Bereits auf der Stammesversammlung war beschlossen worden, einen „Anti-Diskriminierungstag“ in allen Stufen durchzuführen. Dabei beschäftigten sich die Gruppen auf unterschiedliche Weise mit den Themen Diskriminierung, Vielfalt und gegenseitiger Wertschätzung. Die Inhalte und Methoden waren dabei jeweils an das Alter und die Bedürfnisse der einzelnen Stufen angepasst.
So bot der Tag Raum für Gespräche, gemeinsames Lernen und die Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema – ganz nach dem Motto: Alle gehören dazu.

Ein weiteres Highlight des Sommerlagers war der stufenübergreifende Hike. Beim zweiten Hike machten sich Wölflinge, Juffis, Pfadis und Rover gemeinsam in sogenannten Gilden auf den Weg. Dabei waren die Gruppen bunt gemischt und alle Stufen miteinander verbunden.
Passend zu unserem mittelalterlichen Lagermotto schlüpften die Gilden in verschiedene Rollen: Als Alchemisten, Steinhauer, Brauer und vieles mehr zogen sie gemeinsam los, um neue Herausforderungen zu meistern und die Umgebung zu erkunden.
Der stufenübergreifende Hike war eine besondere Erfahrung für den gesamten Stamm und kam bei allen Beteiligten sehr gut an.
Und auch die zwei Bunten Abenden, bei denen von den Erlebnissen auf der Wanderung berichtet wurden wurden zu einem tollen gemeinschaftlichen Erlebnis.



Ein Sommerlager für den ganzen Stamm
18 Tage voller Abenteuer, Gemeinschaft, Herausforderungen und neuer Erfahrungen liegen hinter uns. Von den ersten Aufbauarbeiten über die Hikes und das gemeinsame Stufenprogramm bis hin zu besonderen Aktionen – unser Sommerlager war vielfältig, bunt und vor allem ein gemeinsames Erlebnis für den gesamten Stamm.


